In Costa Rica existiert eine ausgeprägte Mittelschicht, dennoch geht die Schere zwischen den Armen und den Reichen immer weiter auseinander. Rund 25 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und verdienen gar nichts oder weniger als 2US$ am Tag. Die Lebenserwartung der Costaricaner ist mit über 78 Jahren vergleichsweise hoch. Ein Großteil der Einwohner des Landes leben in der in der Stadt. Jedoch kommen viele, der in der Stadt lebenden Einwohner, aus den ländlichen Gebieten und sind wegen den besseren Lebensbedingungen in die Stadt gezogen. Der Bevölkerungswachstum auf dem Land lag 2006 bei 1,4 % und der größte Teil der Armen in Costa Rica lebt auf dem Land. Die Schulausbildung und das Gesundheitswesen sind in der Stadt auf einem viel höheren Niveau, zudem steigen die Arbeitschancen und die Verdiensthöhe in der Stadt.
Aufgrund des für Lateinamerika relativen hohen Wohlstands ist es zu einem attraktiven Einwanderungsziel für viele Einwohner aus angrenzenden Nachbarländern geworden. Die meist illegalen Immigranten stellen für das Land jedoch ein soziales Problem dar und werden von den Einheimischen meistens ausgegrenzt.
Die rechtliche und soziale Stellung der Frauen wurde relativ früh abgesichert. Dennoch ist auch in Costa Rica, der für Lateinamerika typische, „Machismo“ anzutreffen. Dies zeigt sich beispielsweise in der Verteilung der Rollen beider Geschlechter. Der Mann übernimmt die Versorgerrolle, während die Frau sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder kümmert. Auch bei den erwerbstätigen Frauen ist ein Unterschied im in der Einkommensverteilung zu beobachten. Das geschätzte Einkommen bei Männern lag 2004 bei 12.878 US $, von Frauen lag er nur bei 5.969, wobei rund 80 % der Frauen im Servicebereich tätig sind.