Um in Costa Rica arbeiten zu können, müssen ausländische Arbeitnehmer einige Besonderheiten der costaricanischen Kultur beachten. Pünktlichkeit, der Dresscode und andere Formalitäten haben in Costa Rica einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland.
Das korrekte Erscheinungsbild spielt in Costa Rica eine sehr große Rolle. Der landesübliche Dresscode hängt von der Region in der man arbeitet ab. In Küstennähe ist ein lässigeres Businessoutfit als in der Stadt akzeptiert. In größeren Städten tragen die Mitarbeiter für gewöhnlich keine kurzen Hosen, Turnschuhe oder T-Shirts. Es ist immer angemessen in Hosenanzügen, Stoffhosen oder langen Röcken zu erscheinen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Sachen ordentlich und sauber sind. Besonders Frauen legen einen sehr großen Wert auf gepflegte Fingernägel. Aus deutscher Sicht achten Costaricaner sehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Sie sind stets bemüht zu jeden Anlass immer passend gekleidet zu sein. Männer tragen beispielsweise sehr selten kurze Hosen. Nicht einmal an sehr heißen Tagen und sehr großer Hitze. Es ist immer passend sich klassisch und dezent zu kleiden.
In Costa Rica ist es üblich ältere Personen oder Vorgesetzten in der Höflichkeitsform „usted“ anzusprechen. Häufig wir bei älteren Personen vor dem Vornamen „Don“ oder „Doña“ hinzugefügt. Den Vorgesetzten beim Vornamen zu nennen wäre in Costa Rica ein Zeichen des mangelnden Respekts. Arbeitskollegen werden hingegen beim Vornamen genannt, es sei denn sie sind viel älter als man selbst.
Die Zeitspanne der Pünktlichkeit ist in Costa Rica sehr weit ausgedehnt. Zu Verabredungen kommen die Einheimischen meistens später als zum verabredeten Zeitpunkt. Das Zu Spät Kommen wird nicht als großer Fehler oder als gesellschaftliches No Go gewertet. Bei sozialen Events ist es sogar häufig erwünscht später als zum verabredeten Zeitpunkt zu kommen. Im Arbeitsalltag macht Pünktlichkeit bei Meetings oder Fristen einen guten Eindruck beim Arbeitgeber, obwohl sie nicht immer eingehalten wird.